Mittwoch, 10. März 2010

Konzert des Vermischten Chores

Kategorie: Vermischter Chor

Von: Heike Esken

Am vergangenen Sonntag, 7.03.2010 fand unser erstes Konzert statt. Von der Idee bis zur Umsetzung waren ca. 1 ½ Jahre vergangen. Das erste Mal trug unsere Chefin Doro Turck-Brudereck Ende 2008 den Gedanken an ein eigenes Konzert in einer Chorstunde vor. Wir mussten uns zuerst einmal damit anfreunden, näherten uns dem Thema dann im Jahr 2009 an. Die heiße Phase der Vorbereitung begann dann mit dem Probenwochenende im November. Hier wurden dann auch diverse Arbeitsgruppen gebildet, denn das Konzert sollte nicht einfach nur eine Aneinanderreihung von Liedvorträgen sein. Wir wollten den Zuhörern schon etwas mehr bieten, das Konzert sollte zeigen, wie unterschiedlich die Mitglieder des Vermischten Chores getreu seinem Namen sind. Jeder sollte neben dem Gesang auch noch weitere Gaben einbringen können. Aufgaben gab es viele: Werbung, Liederauswahl (gar nicht so einfach bei einem gut gefüllten DIN-A4-Ordner), Moderation, Bildpräsentation, Deko und Essen. Außerdem sollte es nicht bei dem mehrstimmigen Chorgesang bleiben. Wer einmal ausprobieren wollte, ob er nicht auch solo singen kann, bekam nun die Möglichkeit das zu tun. Auch die Instrumentalfähigkeiten der Chormitglieder sollten für das Konzert genutzt werden. Relativ schnell hatten wir uns auf das Thema des Konzerts geeinigt. Es sollte etwas mit Flügeln sein, denn dazu hatten wir einige passende Lieder im Repertoire. So kam es dann zum Motto „Beflügelt“. Es drückt aus, was uns unser Glaube, aber auch der Gesang geben. Seit Januar schallte dann nicht mehr nur alle zwei Wochen, sondern wöchentlich montags unser Gesang durch das Vereinshaus. Zusätzlich gab es auch noch die Möglichkeit der einzelnen Stimmen, eine extra Übungszeit mit Doro zu bekommen. Da Vieles in den einzelnen Arbeitsgruppen erdacht wurde, gab es außer der Ende Januar feststehenden Liederliste gespannte Erwartung unter uns: „Wie wird das Plakat aussehen?“ „Wie wird die Kirche dekoriert sein?“ „Was wird es in der Pause zu essen geben?“ „Wer singt Solo und was?“ „Welche Instrumente kommen außer dem Klavier zum Einsatz?“ und noch einiges mehr. Als erstes bekamen wir dann das tolle von Sabine Grotehans gestaltete Plakat zu sehen, damit wir dann auch entsprechend einladen konnten. Mitte Februar stieg die Spannung spürbar. „Finden wir passende Bilder zu einigen Liedern?“ „Klappen alle Lieder, vor allem die englischen, die wir noch nie vorgetragen haben?“ „Wie viele Leute werden kommen?“ Doro hatte zwischenzeitlich die Idee, dass wir zuerst nicht auf der Bühne stehen werden, sondern aus allen Eingängen der Kirche zu den Klängen der anfangs auch nicht sichtbaren Querflöten in die Kirche kommen sollten. Ob und wie das wirkt, war schwer vorstellbar. Als wir es dann bei einer unserer letzten Proben in der Kirche ausprobiert haben, waren wir überzeugt, das ist ein guter Beginn. Bei der Generalprobe am letzten Samstag war es dann soweit, wir konnten erstmals alles hintereinander singen, die Moderationen von Claudia Winkhaus und Winand Grotehans hören, allen Solisten und Quintetten lauschen. Natürlich klappte nicht alles, wie das bei Generalproben so üblich ist, aber wir hatten das Gefühl, dass alles zusammenpasst. Leider stellte sich heraus, dass wohl vier Sängerinnen nicht oder nur vielleicht am Sonntag dabei sein konnten. Stimme weg, Rücken kaputt, kurz vor einer Lungenentzündung. Am Sonntag waren dann zum Glück zwei dieser vier soweit fit, dass sie beim Konzert durchgehalten haben. Dann kam der Sonntag, alles wurde dekoriert, nur der Turmeingang war offen für die Besucher, bunte T-Shirts wurden übergezogen, wir sangen uns im Gemeindehaus ein, beteten zu unserem Gott und staunten, wie viele Menschen sich auf den Weg in die Kirche machten. Um kurz vor sechs hielt es die ersten von uns dann nicht mehr im Gemeindehaus, sie mussten raus. An allen Eingängen stellten wir uns auf, um dann von dort mit dem Lied „Wie ein Lachen“ in die Kirche einzuziehen. Unten war sie bis auf den letzten Platz gefüllt und auch oben auf der Empore saßen noch einige. Wow. Dann ging es richtig los, unter den großen Flügeln standen wir auch stimmlich vermischt und sangen. Wir spürten die Anwesenheit Gottes, sangen fröhlich von seiner Liebe, seinem Trost, seiner Nähe, jubelten ihm gemeinsam mit den Gästen zu. Die Moderatoren wiesen auf unsere Unterschiedlichkeit hin, wir sind Alte und Junge, Evangelische, Katholische und ohne Konfession, Schüler und Lehrer, Finanzbeamte und Steuerfachgehilfinnen. Unser Chor ist genauso bunt wie unsere T-Shirts und freut sich über neue Mitsänger/innen. In der Pause legte sich die Anspannung dann richtig, als wir die ersten positiven Rückmeldungen bekamen. Danach ging es dann poppig schmalzig in einem englischsprachigen weltlichen Block weiter, ehe dann das „Best of“ der letzten sechs Jahre folgte. Dabei begleitete uns Winand Grotehans auf der Klarinette beim hebräischen „El haderech“, die Gäste stimmten in „Der Mond ist aufgegangen“ ein. Am Ende durften wir die Bühne nicht endgültig verlassen, aber … wir waren nicht ganz unvorbereitet. Als Zugabe trugen wir auf Posaunen, Trompeten, Klarinette, Akkordeon, Gitarren, Querflöten und diversen Trommeln und Rasseln das Lummerlandlied „Eine Insel mit zwei Bergen“ instrumental vor. Das Publikum ging sofort mit. Mit dem Knallersegen „Let there be praise“ und erneut „Wie ein Lachen“ endete das Konzert. Eintritt hatten wir bewusst nicht genommen, sondern um eine Spende für die Arbeit des CVJM unter den Erdbebenopfern in Haiti gebeten. Wir danken den Besuchern für über 1.000,- € an Spenden. Dankbar sehen wir auf dieses Konzert zurück. Es hat sicherlich unsere bis jetzt schon fröhliche Gemeinschaft vertieft. Am kommenden Montag feiern wir dann gemeinsam unsere „After-Show-Party“.