Wie alles begann

1870 bis 1900

1870

Am 1. Mai 1870 wurde auf Anregung von Benjamin Scharwächter, Carl Turck und Wilhelm Plenius der „Jünglingsverein zu Halver auf Löhbach“ gegründet. Von da an führte man ein geordnetes Vereinsleben und stützte sich auf die Satzungen des Rheinisch-Westfälischen Jünglingsbundes.

Der erste Präses des Vereins war Friedrich Wilhelm Plenius.

Das war der Beginn unseres heutigen Vereins.

 

In den ersten Jahren blieb dem Verein das Wohlwollen der Pfarrer versagt, weil sie meinten, dass die auswärtigen Pastoren, die an den Festen als Redner teilnahmen, in ihre Seelsorge eingriffen. Zu diesen Veranstaltungen kamen bis zu 400 Menschen - entweder im Haus Turck oder aber auch im Freien in der Löhbach.

 

1879

Als am 9 November 1879 in Halver der „Evangelische Männer- und Jünglingsverein in Halver“ gegründet wurde, traten alle Mitglieder aus dem in der Löhbach bestehenden Verein geschlossen in diesen neuen Verein ein. Ein nahtloser Übergang sozusagen.

Vorsitzender war Pastor Hülsmann, der 1878 nach Halver gekommen war. Bereits im Laufe des Jahres 1880 verließ er Halver wieder. Der Verein hatte keinen Vorsitzenden mehr.

 

1880

Im August 1880 kam der Lehrer Hermann Becker aus Holzwickede nach Halver und wurde Mitglied im Verein. Ihn wählte man schon bald zum 1.Vorsitzenden. Unter seiner Leitung vergrößerte sich die Mitgliederzahl stetig.

Ihm lag in erster Linie daran, Menschen für Jesus zu gewinnen. Und dann erst für den Jünglingsverein. Halver wurde damals Anziehungspunkt für Vereine und Christen aus der näheren und weiteren Region.

Am 1. Adventssonntag erhielt der Verein von Unbekannt einen Brief mit 5 Mark in Gold mit dem Vermerk, noch 5 Mark hinzuzulegen und den gesamten Betrag bei der Sparkasse als Anfang eines Baufonds für ein zu erbauendes Vereinshaus anzulegen.

Dazu steht im Vereinsprotokoll: „Unbekannter hat hiermit eine weitgehende Anregung gegeben, die schon reges Leben in unserem Verein hervorgerufen hat. Wir denken dabei: Der Herr ist Anfänger und Vollender seines Werkes“.

 

1883

Einrichtung einer Sonntagschule.

 

1888

Im Laufe der Jahre wuchs die Arbeit. Es wurden größere Räumlichkeiten benötigt.

So wurde ein Grundstück an der Friedhofstrasse – der heutigen Gerhard Bergmann Straße – gekauft.

Die Ausschachtungsarbeiten machten die Vereinsmitglieder selbst.

Das Wohnhaus und der Saal wurden in leichter Ausführung gebaut, weil Lehrer Becker

glaubte „die Wiederkunft von Jesus stünde doch in Kürze bevor“.

Hier wird deutlich, welchen tiefen Glauben dieser Vereinsvorsitzende hatte.

Jesus ist noch nicht wiedergekommen – und die Gebäude stehen immer noch!

Die Einweihungsfeier fand am 26. August 1888 im überfüllten Saal statt.

Von da an feierte man jährlich das Hausfest.

 

1889

Eingliederung des Männerchores und der Turnabteilung in den Verein.

 

1894

Die Mitglieder Hermann Köster und Friedrich Wilhelm Plenius nehmen vom 1. bis 7. Juni

an der 13. Weltkonferenz des CVJM-Weltbundes in London teil.

 

1895

Die Arbeit wuchs weiter, so dass der Saal durch einen Anbau auf das Doppelte vergrößert werden musste. Der Beschluss fiel am 24. Februar 1895. Bereits zum Kreisfest am 21. Juli kamen 500 Personen im vergrößerten Saal zum Kaffeetrinken zusammen.

 

1896

Friedrich Bode, seit 1893 Pastor in Halver, war bekannt für seine klare Botschaft in seinen Predigten. Er stand dem Jünglingsverein nahe. Seine Bibelauslegungen gefielen aber nicht allen in der Gemeinde und in der Stadt. Es kam zu Anfeindungen gegen ihn und auch gegen den Jünglingsverein. Am 15. November wurde er zum 1. Vorsitzenden des Jünglingvereins gewählt.

 

1899

Der Frauen- und Jungfrauenverein wird gegründet. Die Leitung übernahm Emma Köster. Man engagierte sich für die Rheinische Mission in Wuppertal. Aus den Verkaufserlösen von gefertigten Handarbeiten wurden Glocken für 2 Missionsstationen auf Sumatra/Indonesien gestiftet.

Pastor Bode verlässt Halver und hält am 17. September seine Abschiedspredigt.

Der Nachfolger als Vorsitzender wird am 29. Oktober gewählt: Lehrer Hermann Becker, 2. Vorsitzender wird Hermann Köster.